Kurzbeschreibung: Wer blind vertraut
Eigentlich will Therapeutin Lily Brown die abgemagerte Frau, die da vor ihr in der Praxis steht, gar nicht als Klientin annehmen. Schließlich gibt es gerade ausreichend Baustellen in ihrem eigenen Leben, und Mary-Anns Geschichte ist hoch emotional: Sie leidet unter schweren Depressionen, seit ihre Tochter vor mehr als zwei Jahren spurlos verschwand. Niemand weiß, ob die inzwischen fast 13-jährige Laura noch lebt.
Am Ende bringt Lily es doch nicht übers Herz, einer Frau in Not die Hilfe zu verwehren – und wenn sie ehrlich zu sich ist, kann sie das Geld für die Behandlung gerade auch ganz gut gebrauchen. Was mit zwei wöchentlichen Therapiestunden beginnt, wächst sich jedoch schnell zu einem komplexen Kriminalfall aus, der Lilys ganzes psychologisches Wissen erfordert – und sie schließlich selbst in höchste Lebensgefahr bringt.
Ganz anders als Mary-Ann verhält sich Lilys Klientin Caroline. Sie kommt zu ihr in die Praxis, weil sie einem Liebesbetrüger aufgesessen ist. Er hat sie nach dem Tod ihres Mannes auf dem Friedhof angesprochen und sich ebenfalls als Witwer ausgegeben. Erst als sie sich rettungslos in ihn verliebt, hat er das ausgenutzt, um sie um einen großen Teil ihres Vermögens zu bringen.
Schon nach den ersten Therapiestunden, in denen Caroline darum ringt, wieder zu der selbstbewussten starken Frau zu werden, die sie einst vor der Affäre war, trifft sie durch Zufall eine Schicksalsgenossin. Doch die kommt plötzlich auf seltsame Weise ums Leben. Caroline weigert sich, das auf sich beruhen zu lassen und stellt Nachforschungen auf eigene Faust an, von denen sie Lily berichtet. Beide Frauen sind beunruhigt.
Doch die örtliche Kriminalpolizei schenkt der Sache zunächst wenig Aufmerksamkeit. Denn sie sind vollauf mit einem anderen Fall beschäftigt: In Canterbury scheint ein Serienmörder sein Unwesen zu treiben….